Feuriges Futsal-Finale in Cottbus
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Endlich war es soweit: Die vier besten Teams der Saison trafen in Cottbus zum Showdown der "Final Four" aufeinander. Hoch motiviert waren der "FC Portus Pforzheim", der "VfV Borussia Hildesheim", das "Team Yasar" und "SD Croatia Berlin" in der Lausitz-Arena in Cottbus aufgelaufen, um auch noch den letzten Sprung ins Finale des DFB-Futsal-Cups 2010 zu schaffen. Im ersten Halbfinale traf der Norddeutsche Meister auf die starke Mannschaft aus Hildesheim. Nach acht Minuten fiel der 1:0 Führungstreffer für die Hildesheimer, doch "Team Yasar" gelang kurz danach der Ausgleich zum 1:1. Dieses Muster setzte sich auch im weiteren Verlauf der Partie durch: Führungstreffer Hildesheim, Ausgleich Hamburg. Dem 2:2 zur Halbzeit folgte das 3:3 in der zweiten Spielhälfte. Dann die Wende: Eine Standardsituation bescherte dem Team aus Hamburg die erste Führung. Die Stärke der Hildesheimer begann zu wackeln. Ein Ausflug des VfV-Torwarts ins Feld nutzten die Hamburger zum 5:3. Schließlich sorgte ein Konter durch das "Team Yasar" für den 6:3 Endstand. Unbändiger Jubel bei dem Team aus Hamburg: In ihrer ersten Saison schafften sie den Einzug ins Finale.
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| Begehrte Trophäe: Schon zum fünften Mal treten die Top-Teams Deutschlands an, um die Scheibe des DFB-Futsal-Cups in die Hände zu bekommen | ||||||||||
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Im zweiten Halbfinale musste der "FC Portus Pforzheim" gegen "SD Croatia Berlin" antreten. Für die anwesenden Cottbuser ein ganz besonderes Ereignis, da kein geringerer als Torwart-Legende Tomislav Piplica (im Interview), der elf Jahre für "Energie Cottbus" im Einsatz war, als Trainer auf der Bank der Kroaten saß. In der ersten Halbzeit präsentierten sich beide Teams gleich stark. Dabei zeigte die Partie Parallelen zur ersten Halbfinal-Begegnung. "SD Croatia" ging mit 1:0 in Führung. Der "FC Portus" konnte ausgleichen und musste mit einem 1:2 Rückstand in die Pause gehen. In der zweiten Halbzeit folgte der prompte Ausgleich zum 2:2 durch Benjamin Krause (im Interview). Danach hatten die Pforzheimer viele Torchancen, konnte diese aber nicht verwerten. 22 Sekunden vor Schluss war der Traum vom Finale augeträumt: Die Spieler von "SD Croatia" witterten ihre Chance und setzten mit einem schnellen Angriff den 3:2 Siegtreffer. Keine Möglichkeit für "FC Portus" den späten Treffer noch auszugleichen.
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Das Treppchen im Visier Am zweiten Finalspieltag war die Trauer um den verpassten Einzug ins Finale verflogen. Sowohl der "FC Portus" als auch der "VfV Hildesheim" hatten nur ein Ziel: Wir wollen aufs Treppchen! Für die passende Kulisse war gesorgt. Die Lausitz-Arena war zwar nicht ausverkauft, doch der Einsatz der Fans tröstete über den Anblick einiger leerer Ränge hinweg. Pforzheim startete überlegen in die Begegnung. Der Süddeutsche Meister wollte bei seiner ersten Finalteilnahme einen guten Eindruck hinterlassen. Schnell stand es 4:1 aus Sicht der Pforzheimer, doch die souveräne Führung ließ sich nicht so einfach verteidigen. Hildesheim gelangen in der zweiten Halbzeit einige schöne Spielzüge. Trotz der Leistungssteigerung, konnte der Vizemeister von 2009 den 6:4 Endstand für den "FC Portus Pforzheim" nicht verhindern. Damit ging für die Pforzheimer zumindest der Traum vom Treppchen in Erfüllung.
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Der lange Weg zur Nationalmannschaft Für das Rahmenprogramm des DFB-Futsal-Cups hatte sich der Verband eine besondere Spielbegegnung überlegt: Eine DFB-Auswahl mit Spielern von Deutschlands besten Futsal-Teams sollte gegen die Nationalmannschaft Polens antreten. Mit im Team u.a. Torwart Tomas Luzar (im Interview) vom UFC Münster und der erste deutsche Spieler, der in einer professionellen Futsal-Liga in Tschechien spielt, Kevin Reinhardt (siehe Bericht). Nach fünf Jahren Futsal-Betrieb gibt es noch keine offizielle Nationalmannschaft. Ein Umstand, den die Spieler der Futsal-Verbände sehr bedauern. Das Team aus Polen um Trainer Vlastimil Bartosek wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Bei der Futsal-Weltmeisterschaft 2002 belegten die Polen den 7. Platz. Ganz so leicht wollte sich die DFB-Auswahl jedoch nicht geschlagen geben. Das bunt zusammengewürfelte Team hatte während des Spiels einige Torchancen. Manchmal fehlte lediglich das besagte "Quäntchen Glück". Auch wenn die Polen schließlich mit 4:0 gewannen, darf die Auswahl stolz auf ihre spielerische Leistung sein. Insbesondere da im Vorfeld kein umfassendes gemeinsames Training möglich war. Aber vielleicht ist dieser "Rahmenpunkt" ein Hinweis darauf, dass die Zukunft einer Futsal-Nationalmannschaft nicht mehr in allzu weiter Ferne liegt.
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Hochspannung bis zum Schluss Das Duell der Finalisten trugen in diesem Jahr der Norddeutsche und der Nordostdeutsche Meister aus. Beide Teams hatten im Vorfeld ein Gespür für knallharten Torabschluss gezeigt. Ein Ausgang der Begegnung ließ sich vor dem Spiel also schwer einschätzen. Umso überraschender war der überlegene Start von "SD Croatia". Beim Stand von 1:1 konnten die Berliner zwei Tore zum 3:1 nachlegen. Dem "Team Yasar" gelang kurz darauf der Anschlusstreffer zum 3:2, doch eine ebenbürtige Spielstärke wollte sich auch nach diesem Torerfolg nicht einstellen. Die Mannschaft aus Berlin erzielte erneut 2 Tore zum 5:3. In dieser Situation half nur eine ordentliche Standpauke. Trainer Mustafa Yasar nahm eine Auszeit, um seine Spieler eindringlich an das Ziel des Ausflugs nach Cottbus zu erinnern: Wir wollen Meister werden! Und siehe da - kurz vor Ende der ersten Halbzeit sorgte Aydin für den 5:3 Pausenstand.
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In der zweiten Hälfte legten die Berliner nach: 6: 3 für "SD Croatia". Doch das Team aus Hamburg ließ sich nicht beirren und konnte erneut aufholen. Nach schönen Spielpässen und gekonnten Haken stand es plötzlich nur noch 6:5 aus Sicht der Berliner. Eine Sensation deutete sich an. Doch "SD Croatia" ließ sich die "Scheibe" nicht mehr aus den Händen nehmen: In der Schlussphase der Begegnung traf das Team aus Berlin noch dreimal ins Tor und gewann die Partie schließlich verdient mit 9:5. Dementsprechend groß war der Jubel beim Team und bei den zahlreich angereisten Fans. Gratulation nach Berlin an den Sieger des DFB-Futsal Cups 2010!
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| Die Spieler von SD Croatia Berlin im Feuertaumel: Das Team aus Berlin hat in der qualitativ hochwertigen Spielbegegnung gegen das Team Yasar die starke Saisonleistung unterstrichen und gewinnt verdient den Titel des inoffiziellen deutschen Futsal-Meisters | ||||||||||
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Ergebnisse Halbfinale DFB-Futsal-Cup 2010: VfV Borussia Hildesheim 06 vs. Team Yasar (3:6) SD Croatia Berlin vs. FC Portus Pforzheim (3:2) Spiel um Platz 3: VfV Borussia Hildesheim 06 vs. FC Portus Pforzheim (4:6) Spiel DFB-Futsal-Auswahl vs. Nationalmannschaft Polen: Deutschland vs. Polen (0:4) DFB-Auswahl: Christof Smolarek (TSV Emmelshausen), Till Vogel (UFC Münster), Durim Elizi (FT Neuenhagen), Hicham El Mrhanni (Eintracht Frankfurt), Benjamin Sahel (MSC Krefeld), Harald Gracholski (Futsal Panthers Köln), Kevin Reinhardt (Balticflora Teplice), Tomas Luzar (UFC Münster) Ergebnis Finale DFB-Futsal-Cup 2010: SD Croatia Berlin vs. Team Yasar (9:5) | ||||||||||
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Norddeutsche Meisterschaft: Team Yasar - Klasse für sich Nordostdeutsche Meisterschaft: Croatia Berlin im Viertelfinale Westdeutsche Meisterschaft: Cottbus in Sicht Südwestdeutsche Meisterschaft: Saubere Bilanz in Spiesen Süddeutsche Meisterschaft: FC Portus bezwingt BaKi Viertelfinale DFB-Futsal-Cup 2010: Final Four - Wir kommen! | ||||||||||
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Text: Christina Magdalinou | Videos, Interviews: Daniel Becht
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