Rohdiamant aus dem "Pott"
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Wieder einmal baut sich am Sportplatz der DJK Westfalia 04 Gelsenkirchen ein Fernsehteam auf. Der Leiter der Jugendabteilung Michael Jaeger hat sich inzwischen an den Anblick gewöhnt. Seit dem fulminanten Einstand von Mesut Özil in der Nationalmannschaft, ist die Welt in Gelsenkirchen-Bismarck nicht mehr die gleiche. "Ich weiß gar nicht, was ich euch immer erzählen soll, ich habe den Jungen damals gar nicht gekannt", gibt Westfalia-Jugendleiter Michael Jaeger offenherzig zu. Gemeint ist der frühere E-Jugendspieler des Vereins Mesut Özil. Erst seitdem Kamerateams und Journalisten anrücken, ist Jaeger bewusst, welches Juwel einst in seinem Club trainierte. An Mesut Özil hängen im ganzen Land die Hoffnungen für Südafrika. Der U-21-Europameister und DFB-Pokalsieger ist der lang gesuchte Spielmacher, der es durch seine einzigartige Technik und Übersicht bei der Fußball-WM im Sommer richten soll. Dem 21-jährigen Regisseur von "Werder Bremen" wird zugetraut, endlich wieder den WM-Titel nach Deutschland zu holen. meine-FC.de Serie: Die Wurzeln der Nationalspieler
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Mit 7 Jahren schon ein echter Zehner Noch heute führt der Weg zum Status des Star-Kickers nicht nur über Fußballinternate, Leistungszentren und die Jugend-Teams der großen Bundesligaclubs. Viele kleine Vereine leisten wichtige Basisarbeit und sind die ersten Stationen der Stars von Morgen. Bei der "DJK Westfalia 04 Gelsenkirchen" weiß man davon ein Liedchen zu singen. Jahre vor den sensationellen Auftritten im A-Nationalteam, schnürte Mesut Özil als 7-Jähriger seine Schuhe für die "DJK Westfalia". Inzwischen buhlen Europas Top-Clubs wie "Arsenal London", "FC Barcelona" und "Manchester United" um ihn. |
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DJK Westfalia 04 Gelsenkirchen |
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"Der Kleine kam erst immer mit seinem Vater zum Zuschauen, weil sein Bruder schon bei uns im Verein war. Kurz darauf hat er bei uns gespielt", erinnert sich Franz Moczarski, der damals als Trainer im Jugendbereich bei der "DJK Westfalia 04 Gelsenkirchen" tätig war.
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| Grundstein für den Erfolg: Auf dem Sportplatz der DJK Westfalia gewann Nationalspieler Mesut Özil seine ersten Spiele. Die Jugend der DJK versucht, es dem talentierten 10er nachzumachen
Am 15. Oktober 1988 erblickte Mesut Özil in Gelsenkirchen, als echtes Kind des Ruhrgebietes, das Licht der Welt. Im vom Bergbau geprägten Stadtteil Bismarck, mitten im "Pott", kommt niemand am Fußball vorbei. Hier wuchs der kleine Mesut auf und kickte mit seinem älteren Bruder Mutlu in der Freizeit auf einem mit Stahlgittern umzäunten Bolzplatz, den die Kinder "Affenkäfig" nannten. Dann folgt er seinem Bruder zu "DJK Westfalia". "Sein Talent war sofort sichtbar", sagt Moczarski und schwärmt von dem schüchtern und zurückhaltend auftretenden Mesut. "Über den Jungen kann ich nur Positives berichten, immer freundlich und nett, und schon damals ein echter Zehner mit einer herausragenden Technik", so Moczarski weiter. Drei Jahre spielt Özil für "DJK Westfalia", bevor er den Verein verließ, weil sein Vater ihn nicht mehr zum Trainingsplatz bringen konnte und ein anderer Club näher am Elternhaus lag.
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Durch gute Jugendarbeit auf Erfolgskurs Trotz des berühmten Stars aus den eigenen Reihen, bleiben die Verantwortlichen bei der "DJK Westfalia 04 Gelsenkirchen" auf dem Teppich und widmen sich weiterhin sorgsam ihrer Jugendarbeit. "Wir wollen besonders den ganz jungen Spielern die Freude am Spiel und den Gedanken der Gemeinschaft vermitteln", erklärt Michael Jaeger seine Vereins-Philosophie. "Die Stadt Gelsenkirchen tut aber zu wenig für den Breitensport", berichtet er weiter und meint damit die mangelnde Unterstützung für die kleinen Vereine beim Bau von neuen Fußballplätzen. So muss auch "DJK Westfalia" mit nur einem "Aschenplatz" und einem Bolzplatz zu Recht kommen. Von einem Kunstrasenplatz können sie nur träumen. |
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Gleichwohl versuchen Michael Jaeger und seine Mannen durch die Verpflichtung von erfahrenen Trainern ihre Jugendarbeit weiter auf Erfolgskurs zu bringen. Früchte trägt das Konzept jetzt schon. Die C-Jugend stieg in den letzten Spielzeiten von der Kreisliga C in die Kreisliga A auf, bei der B-Jugend stehen die Chancen in diesem Jahr gut für einen Aufstieg in die Kreisliga A. Leider hapert es in der A-Jugend, wo derzeit kein Team gemeldet ist. Interessierte Spieler, von den Mini-Minikickern an, sind daher bei der "DJK Westfalia" jederzeit herzlich willkommen. Für einen Verein mit einer solch ruhmreichen Vergangenheit zu spielen, dürfe doch für jeden jungen Kicker Anreiz genug sein.
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DJK Westfalia 04 auf meine-FC: www.meine-fc.de/vereinsheim/djk-westfalia-04-gelsenkirchen-ev
Text: Gunnar Wiehl | Fotos: Bongarts / Getty Images, Michael Jaeger (DJK Westfalia 04)
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